Green Hospital Food Research

Ernährung mit messbarer Wirkung im Krankenhaus.

Green Hospital Food ist ein BMLEH-gefördertes Forschungsprojekt zu Ernährungsqualität, konkreten Umweltindikatoren und KI-gestützter Entscheidungsunterstützung in der Klinikverpflegung. Ziel ist ein übertragbares Modell, das Speisenqualität, Akzeptanz, Lebensmittelabfall und digitale Steuerung gegenüber der Baseline bewertet.

Illustration eines grünen Blatts mit Klinik- und Ernährungssymbolen
Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit
IKIM
Klüh Catering
ZNPG
Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit
IKIM
Klüh Catering
ZNPG
Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit
IKIM
Klüh Catering
ZNPG

Projektprofil

Ein klinisches Reallabor für Ernährung, Umweltindikatoren und KI.

Das Projekt verbindet Implementierungsforschung mit Ernährungsmedizin, Speisenentwicklung, digitaler Entscheidungsunterstützung und Transfer in die Gemeinschaftsverpflegung. Die Wirkungen werden immer gegenüber der Baseline und anhand definierter Kriterien bewertet.

01

Ausgangslage

Krankenhausverpflegung beeinflusst Genesung, Patientenzufriedenheit, Ressourceneinsatz und Lebensmittelabfälle. Gleichzeitig müssen Großküchen unter engen klinischen, logistischen und wirtschaftlichen Bedingungen handeln.

02

Zielsetzung

Green Hospital Food untersucht, wie Speisenangebot, Einkauf, Ernährungskompetenz, digitale Systeme und Waste-Management gemeinsam anhand einer Baseline weiterentwickelt werden können.

03

Forschungsfrage

Wie lassen sich ernährungsmedizinische Qualität, wissenschaftlich untersuchte Umweltwirkungen, Akzeptanz und KI-gestützte Steuerung zu einem übertragbaren Modell verbinden?

Forschungsachsen

Vier Perspektiven auf ein lernendes Kliniksystem.

Die Forschung verknüpft Versorgungspraxis, ökologische Bewertung, digitale Systeme und wissenschaftliche Evaluation in einem gemeinsamen Projektmodell.

Achse 01

Ernährungsqualität

Bewertung und Weiterentwicklung des Speisenangebots nach ernährungsmedizinischen Kriterien, PHD-/DGE-Index und klinischer Alltagstauglichkeit.

Achse 02

Umweltwirkungen

Treibhausgasbilanz, Lebensmittelabfall, Regionalität, Bio-Anteil und pflanzenbasierte Rezepturen werden als konkrete Indikatoren untersucht.

Achse 03

Digitale Entscheidungsunterstützung

SHIP, NRS, klinische Variablen, Entlassprognosen und Waste-Daten werden genutzt, um Risiken und Mengenbedarfe früher sichtbar zu machen.

Achse 04

Transfer & Evaluation

Interventionen werden wissenschaftlich begleitet, publiziert und in eine praxisnahe Leitlinie für andere Einrichtungen übersetzt.

Methodik

Von Baseline-Daten zu Interventionen und überprüfbarem Transfer.

Der methodische Kern ist ein geschlossener Lernzyklus: messen, verändern, anhand definierter Indikatoren evaluieren und als Leitlinie in andere Versorgungskontexte übersetzen.

01

Schritt 1

Baseline & Bedürfnisse

Speisen, Umweltwirkungen, Präferenzen, Akzeptanz und Barrieren werden als Ausgangspunkt der Transformation erhoben.

02

Schritt 2

Interventionen im Versorgungssystem

Rezepturen, Einkauf, KI-gestützte Risikoprognosen, Nudging, Ernährungskompetenz und Waste-Management werden im Klinikalltag getestet.

03

Schritt 3

Evaluation & Leitlinie

Wirkung, Umsetzbarkeit und Übertragbarkeit werden ausgewertet und in Publikationen sowie eine Transformationsleitlinie überführt.

Arbeitspakete

Acht Arbeitspakete, klar gegliedert.

Die APs zeigen, wer woran arbeitet, welche Methode eingesetzt wird und welches Ergebnis für Evaluation und Transfer erwartet wird.

  1. AP1-AP2

    Baseline

    Speisenqualität, Umweltwirkung, Präferenzen und Barrieren werden messbar gemacht.

  2. AP3-AP7

    Intervention

    Rezepturen, Einkauf, Nudging, Ernährungskompetenz, SHIP und Waste-Management greifen ineinander.

  3. AP8

    Evaluation

    Wirkung, Umsetzbarkeit und Übertragbarkeit werden wissenschaftlich ausgewertet.

AP1 · Grundlagen

Ist-Analyse: Ernährung und Umweltbilanz

Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit
Klüh Catering
ZNPG

Die aktuelle Speisenversorgung wird als messbare Baseline für Ernährungsqualität, Umweltindikatoren und Prozessqualität beschrieben.

Methode und Ergebnis+
Methode
Testdatenbank, Schnittstellen, PHD-/DGE-Index und Ökobilanzierung
Ergebnis
Baseline und Abschlussmessung für Ernährungsqualität und untersuchte Umweltwirkungen

AP2 · Grundlagen

Bedürfnisse von Patient:innen und Personal

Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit
ZNPG

Präferenzen, Akzeptanz, Barrieren und Alltagserfahrungen werden systematisch erfasst.

Methode und Ergebnis+
Methode
Interviews, Beobachtungen, Think-Aloud und Befragungen
Ergebnis
Akzeptanz- und Barrierenprofil für Speisenangebot und Kommunikation

AP3 · Intervention

Speisenangebot und Einkauf transformieren

Klüh Catering
ZNPG
Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit

Aus der Baseline entstehen praxistaugliche Rezepturen und Beschaffungsprozesse mit geprüften Ernährungs- und Umweltindikatoren.

Methode und Ergebnis+
Methode
Rezepturdatenbank, Sensoriktests, Fokusgruppen und Lieferantennetzwerk
Ergebnis
120 Rezepturen, 60% pflanzenbasierte Gerichte, 20% Bio-Anteil

AP4 · Intervention

Mangelernährung KI-gestützt erkennen

IKIM
Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit

Mangelernährungsrisiken sollen früher erkannt und in klinisch nutzbare Empfehlungen übersetzt werden.

Methode und Ergebnis+
Methode
Variablenidentifikation, KI-Training, Echtzeitprognose und Schulung
Ergebnis
Live-Risikoeinschätzung und Ernährungsempfehlungen über SHIP

AP5 · Intervention

Ernährungsumgebung gestalten

ZNPG
Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit
Klüh Catering

Mahlzeitenwahlen mit geprüften Ernährungs- und Umweltinformationen werden durch verständliche Kommunikation und Nudging unterstützt.

Methode und Ergebnis+
Methode
Nudging-Design, Interventionsstudie und partizipative Materialien
Ergebnis
Studie zum Wahlverhalten und praxistaugliche Informationsgestaltung

AP6 · Intervention

Ernährungskompetenz stärken

ZNPG
Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit

Patient:innen, Personal und weitere Zielgruppen erhalten verständliche Formate zu Gesundheit und wissenschaftlich untersuchten Umweltwirkungen.

Methode und Ergebnis+
Methode
Print-/Digitalkampagnen, Fokusgruppen und Online-Kochformate
Ergebnis
Zielgruppengerechte Materialien und Remote-Lehrküchenformate

AP7 · Intervention

Lebensmittelverschwendung reduzieren

IKIM
Klüh Catering
Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit

Überproduktion, Rückläufe und vermeidbare Abfälle werden entlang der Versorgungskette messbar reduziert.

Methode und Ergebnis+
Methode
Entlassprognose, Kameraanalyse, Absatzprognose und Tracking-Konzept
Ergebnis
Zielbild: 50% weniger Lebensmittelabfall bis 2028

AP8 · Evaluation

Evaluation, Publikation und Leitlinie

Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit
ZNPG
IKIM
Klüh Catering

Wirkung, Umsetzbarkeit und Übertragbarkeit des Modellprojekts werden wissenschaftlich bewertet.

Methode und Ergebnis+
Methode
Kontinuierliche Evaluation, Publikationen und Leitlinienarbeit
Ergebnis
Mindestens 15 peer-reviewed Artikel und übertragbare Leitlinie

Erwartete Ergebnisse

Aus dem Modellprojekt werden übertragbare Werkzeuge.

Nach der Evaluation sollen die Ergebnisse nicht im Projekt verbleiben, sondern als wissenschaftlich nachvollziehbare und praktisch nutzbare Bausteine weitergegeben werden.

01

Transformationsleitlinie

Eine praxisnahe Leitlinie übersetzt die Erkenntnisse in umsetzbare Schritte für Kliniken und Gemeinschaftsverpflegung.

02

Datenbausteine

Strukturierte Messpunkte zu Speisen, Akzeptanz, Umweltwirkung und Waste bilden die Grundlage für weitere Einrichtungen.

03

Skalierbare Küchenprozesse

Rezepturen, Beschaffung und Cook-and-Chill-kompatible Abläufe werden auf Alltagstauglichkeit und Übertragbarkeit geprüft.

04

Wissenschaftliche Publikationen

Die Evaluation macht Methoden, Interventionen und Wirkungen für Fachöffentlichkeit und Projektpartner nachvollziehbar.

Projektpartner

Vier Partner, ein gemeinsames Transformationsmodell.

Green Hospital Food lebt von der Verbindung aus klinischer Versorgung, KI-Forschung, Küchenpraxis und Ernährungs- sowie Präventionskompetenz.

Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit

Klinisches Reallabor und Evaluation

Zentrum für Naturheilkunde und Planetare Gesundheit

Die Universitätsmedizin Essen verankert die Interventionen im Versorgungsalltag und verbindet klinische Daten, Nutzerperspektive und Evaluation.

IKIM

Daten und KI

IKIM

Das Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin entwickelt Entscheidungsunterstützung für Mangelernährungsrisiken, Prognosen und Prozessdaten.

Klüh Catering

Küche, Einkauf und Betrieb

Klüh Catering

Klüh übersetzt Rezepturentwicklung, Beschaffung, Cook-and-Chill-Prozesse und Waste-Management in den realen Küchenbetrieb.

ZNPG

Ernährungsqualität und Transfer

ZNPG

Das Zentrum stärkt die wissenschaftliche Perspektive auf Ernährungsqualität, Akzeptanz, Gesundheitsförderung und übertragbare Praxisbausteine.

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Presse & Medien

Materialien folgen im Projektverlauf.

Pressemeldungen, Podcast-Hinweise und Publikationen werden hier ergänzt, sobald sie als freigegebene Projektmaterialien vorliegen.

Publikationen ansehen

Kontakt

Ansprechpartner für Projekt und Transfer.

Für fachliche Rückfragen, Presseanfragen und Austausch mit Einrichtungen steht die Projektkoordination der Universitätsmedizin Essen als zentrale Kontaktstelle bereit.

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